Das Krisenzentrum Dortmund

 

 

Das Krisenzentrum Dortmund ist eine Fachberatungsstelle für Krisenintervention und Suizidprävention. Unser kostenfreies Angebot richtet sich an volljährige Dortmunder Bürgerinnen und Bürger, die

 

  • sich in akuten familiären oder anderen Beziehungskonflikten befinden
  • über Selbsttötung nachdenken oder bereits einen Selbsttötungsversuch unternommen haben
  • traumatische Ereignisse erlebt haben
  • persönliche Verluste durch Trennungen, Todesfälle (auch durch Suizid) erlitten haben
  • Gewalt oder eine Gewaltandrohung erfahren haben
  • Probleme in Arbeit/Ausbildung/Schule haben
  • sich aufgrund der Lebensumstände überlastet fühlen oder verzweifelt sind
  • sich Sorgen um Angehörige/Freunde/Kollegen in akuten Lebenskrisen machen

 

Die  kostenfreie psychosoziale Krisenberatung und das Selbsthilfeangebot am Krisenzentrum Dortmund werden bei akuter Notwendigkeit durch die Möglichkeit einer Psychiatrischen Behandlung und/oder Psychotherapeutischen Akutbehandlung ergänzt.

Dies wird ermöglicht durch Kooperationsleistungen der Psychiatrischen Institutsambulanz des Knappschaftskrankenhauses Lütgendortmund.


Wir bedauern, unser Beratungsangebot aufgrund des Corona-Virus einschränken zu müssen.

 

Die augenblickliche Corona-Pandemie führt leider auch beim Krisenzentrum zu Einschränkungen.

Um unsere Klienten*innen  und Mitarbeiter*innen zu schützen, bieten wir die Krisenberatung bis auf weiteres über ein ausführliches Telefonat an.

 

Bitte melden Sie sich für die Beratung telefonisch an. Über Email können wir leider keine Termine vergeben.

 

Wir nehmen in der Anmeldung einige grundlegende Informationen über Ihre Situation auf und vereinbaren mit Ihnen einen Termin, zu dem Sie von einer Beraterin oder einem Berater angerufen werden.

Bitte sorgen Sie zu diesem Termin für maximal eine Stunde für eine ruhige, ungestörte Gesprächssituation.

 

 

Bitte haben Sie Verständnis für die augenblickliche Einschränkung. Die Behandlungstermine im Rahmen der psychiatrischen und psychotherapeutischen Akutversorgung sind zunächst von dieser Regelung nicht betroffen.

Telefon:

 

0231-435077


Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.



Aktuelles

 


Suizidprävention in Dortmund

 

Ein Aktionsprogramm zur Sensibilisierung und Enttabuisierung des Themas Suizid in der Dortmunder Öffentlichkeit

 

Jedes Jahr töten sich in Dortmund zwischen 50 und 60 Menschen selbst, über 600 Menschen versuchen es. Im Durchschnitt sind von jeder suizidalen Situation bis zu 7 weitere nahestehende Personen betroffen.

Obwohl Suizidalität auch in Dortmund ein weit verbreitetes Phänomen ist, ist das Thema im öffentlichen Bewusstsein immer noch deutlich tabuisiert.

 

Am 10. September findet in jedem Jahr der Internationale Tag der Suizidprävention statt, zu dessen Anlass das Krisenzentrum Dortmund öffentlichkeitswirksame Aktionen organisiert, um auf die Situation der Betroffenen und Ihrer Angehörigen aufmerksam zu machen.

 

Das Krisenzentrum möchte damit zur öffentlicher Bewusstseinsbildung und Aufklärung zum Thema Suizid beitragen und Hemmschwellen abbauen, damit frühzeitiger Hilfen in Anspruch genommen werden.

 

 

 

Im Einzelnen möchten wir folgende Projekte realisieren:

 

Gedenkenveranstaltung am Erinnerungsbaum zum Welttag der Suizidprävention am 10.09.2020

mit einem Gedenkritual für die Angehörigen durch Suizid Verstorbener und der Enthüllung einer Gedenktafel

 

Suizidprävention/Multiplikatorenarbeit

Organisation von Vernetzungstreffen

Fachfortbildungen „Interventionen in Suizidale Krisen“

 

Begleitende Medienarbeit

 

 

Sie können uns helfen, die Projekte zu realisieren. Unterstützen Sie den Spendenmarathon 2020 von Radio 91.2 und damit unseren Freundes- und Förderkreis Krisenzentrum Dortmund e.V., der diese Projekte fianzieren möchte.

 

 

 

 

 

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     Foto: momosu/pixelio.de


Bitte beachten Sie:

Aufgrund der Corona-Virusepedemie fällt zunächst das nächste Treffen der Hinterbliebengruppen am 01.04.2020 aus. Bitte informieren Sie sich über diese Seite, ab wann die Treffen wieder stattfinden werden.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Die Gesprächsgruppe Hinterbliebene nach Suizid trifft sich regelmäßig einmal im Monat,

jeweils Mittwochs von 18.00 Uhr bis 20:00 Uhr in den Räumen des Krisenzentrum.

 

Die neuen Termine für 2020 sind da:

22.01.  12.02.  11. 03.  01. 04.  06. 05.  27. 05.  17. 06.  15.0 7.  12. 08.  09.09.  04. 11  02. 12.

 

Die Teilnahme an der Gruppe ist kostenfrei.

Wir bitten um telefonische Anmeldung vorab im Krisenzentrum Dortmund, Tel: 0231 - 43 50 77


 

10.09.2019 Internationaler Tag der Suizidprävention

 

Aus Anlass des Internationalen Tages der Suizidprävention hat das Krisenzentrum Dortmund mit seiner Gruppe für Hinterbliebene nach Suizid einen Baum des Gedenkens gepflanzt.

 

Der Gingkobaum steht im Stadewäldchen und wird zusammen mit einer Gedenktafel und einer Sitzbank zukünftig als Gedächtnisort für alle dienen, die einen Menschen durch Suizid verloren haben. Zudem soll dieser Ort das oft tabuisierte Thema Suizid und die Situation der Betroffenen mehr in das öffentliche Bewußtsein bringen.

 

 

 

Der Text der Gedenktafel wird lauten:

Baum des Gedenkens

 

Wenn jemand sich selbst tötet, ist diesem Entschluss oftmals unglaublich viel Schmerz und Leid vorausgegangen. Diese Art von Tod ist anders als die anderen.

Alle 40 Sekunden nimmt sich weltweit ein Mensch das Leben. In Dortmund töten sich jedes Jahr mehr als 50 Menschen selbst. Auf jeden vollendeten Suizid kommen über 10 Suizidversuche.

Der Mensch, der aus eigenem Antrieb gegangen ist, hinterlässt bei denen, die zurückbleiben häufig einen so gewaltigen Schmerz, dass sie glauben, daran zu zerbrechen.

 

Dieser Baum wurde in Gedenken an alle Dortmunder gepflanzt, die sich selbst getötet haben. 

 

Der Ginkgobaum steht traditionell für Stärke, Widerstandskraft und Anpassungsfähigkeit. Allen, die sich mit Suizidalität und Suiziden auseinandersetzen, möge er deshalb ein Symbol des Trostes und der Hoffnung sein.

Denn es gibt Wege aus dem Schmerz, der Trauer und der Verzweiflung!


Im aktuellen Jahresbericht 2018 können Sie sich  über die Angebote, Leistungen und die besonderen Ereignisse des Krisenzentrum Dortmund informieren.

 

Download
Jahresbericht 2018.pdf
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40 Jahre Krisenzentrum Dortmund

 

 

 

1978 nahm das Krisenzentrum in Dortmund-Hörde seine Arbeit als erste Fachberatungsstelle in Deutschland für Krisenintervention und Suizidprävention auf.